Foren Kategorien

Kategorie
Habt ihr Interesse unserer Sippe beizutreten?Hier habt ihr die Möglichkeit euch vorzustellen.

Kategorie

Die Leiden des jungen Sveldo, oder: ein verkaterter Morgen

Moderatoren: Maewa, Seidr

Die Leiden des jungen Sveldo, oder: ein verkaterter Morgen

Beitragvon Sveldo » 9. Mai 2013, 15:35

Sveldo öffnete langsam die Augen, sein Kopf pochte vor Schmerzen, sein Rücken fühlte sich an, als wäre eine Herde Auerochsen darüber getrampelt. Langsam erinnerte er sich wieder an den letzten Abend. Er war im Tänzelnden Pony gewesen, sollte dort irgendeinen Menschen treffen, Streifer, oder so, den richtigen Namen hatte er sich nicht merken können. Nach dem geheimen Treffen war er noch zu Gerstenmann Butterblume gegangen, einen Krug mit Bier hatte er sich bestellt und natürlich hatte ihm der Dicke nicht einen kleinen Hobbitkrug, sondern gleich einen Menschenkrug gegeben. Das war zu viel des Guten für Sveldo. Langsam und seufzend stand er von seinem unbequemen Bett, dem Holzboden, auf und wischte sich den Schmutz von seiner Hose. Er griff nach seinem grünen Hut mit der Feder und setzte ihn sich auf dem Kopf.

„Das ist einfach zu hart für mich…“, seufzte er leise vor sich hin und dachte an das Auenland, als er bei der Auslieferung der Post mitgeholfen hatte und sogar leckeren Kuchen, den er am liebsten selbst gegessen hätte, vor hungrigen Hobbits beschützen musste oder einfach nur ein paar Wölfe von den Feldern verjagte. DAS hatte er sich unter einem Leben als Grenzer vorgestellt, doch nicht das hier. Ständig irgendwelche geheimen Treffen mit ominösen Gestalten, eine Gefahr, die der nächsten jagt und das Schlimmste: Manchmal musste er sogar eine Mahlzeit ausfallen lassen, so sehr war er im Stress!

Er ging in seinem Zimmer auf und ab und überlegte, was er tun sollte. Am liebsten wollte er einfach nur zurück ins Auenland, die Abenteuer hinter sich lassen und ein normales Leben als Grenzer führen, hin und wieder mal ein paar Keiler verjagen, Hühner aus den Fängen der Wölfe retten oder die Bären vom Honig fernhalten und nicht quer durch Mittelerde reisen, den eisigen Norden Forochels erkunden, in Bruchtal mit Elrond (so sympathisch und anmutig fand Sveldo ihn übrigens gar nicht, vielmehr überheblich und…komisch) höchstpersönlich einen Plausch halten oder mit diesem seltsamen Frodo spazieren gehen. Also komisch waren seine Aufträge ja schon und so wirklich begriffen hatte Sveldo auch noch nicht, wieso in Bruchtal überhaupt Hobbits eingekehrt waren, doch irgendetwas war da, mit so einem komischen Ring, das hatte er mitbekommen.

„Ach…“, dachte Sveldo und sehnte sich erneut zurück ins Auenland, er hatte Heimweh und war drauf und dran, alles hinzuschmeißen, doch andererseits…er hatte eine Mission, eine geheime Mission, er war etwas Besonderes und das war für ihn schon sehr wichtig. Auch wenn die meisten Hobbits sich nicht für das interessierten, was außerhalb des Auenlandes geschah, so gab es unter den Grenzern doch einige, die von den seltsamen Geschehnissen außerhalb gehört hatten und von den Hobbits, die das Auenland verlassen hatten, um auf große Reise zu gehen. Aber allesamt waren sie zu feige, sich in fremdes, unbekanntes Gebiet zu begeben. Sveldo war da etwas anders, zumindest damals, als er gerade 33 und damit volljährig geworden war. Würde man ihn jetzt, fünf Jahre später, fragen, ob er es tun würde, er würde eiskalt ablehnen, doch immerhin, er hatte einen Teil seiner geheimen Mission erfüllt, er hatte die Hobbits gefunden und der Brief war bereits unterwegs ins Auenland, um Bericht zu erstatten.

Doch all die Abenteuer, die noch kommen mochten…er wollte gar nicht daran denken. Er war dem Tod schon so oft von der Schippe gesprungen, ganz alleine und ohne Gefährten konnte er seinen Weg einfach nicht fortsetzen, das war unmöglich. Er war doch auch nur ein Hobbit! Zwar bereits gut bewandert im Schwertkampf und mit dem Bogen, aber trotzdem war er klein und wenig akrobatisch. Nein, das war es, zurück ins Auenland. Seine Mission war erfüllt, er hatte die Hobbits gefunden, das sollte ausreichen.

Er wollte gerade seine Töpfe und Pfannen packen, als ihm plötzlich eine Erinnerung vom letzten Abend ins Gedächtnis schoss. Er hatte da mit einer Person (ob Mann oder Frau, das wusste er nicht mehr, seine Gedanken waren vernebelt) gesprochen, die ihm irgendetwas von einem Bund erzählt hat, diesem Wächterbund. Schnell durchwühlte Sveldo seinen Rucksack, er hatte doch irgendeine Schrift bekommen, die er anschließend vor das Tänzelnde Pony zurückhängen sollte. Würste, Brot, Käse, wo war sie nur!? Er blickte auf den Schreibtisch. Da war sie. Er las sich den Rekrutierungsaufruf genau durch.

„Könnte mir nützlich sein…sicher haben die auch einige Informationen zu den Geschehnissen da draußen…“, dachte er sich, zog ein Stück leeres Papier heraus, dass er sich eigentlich für eine weitere Botschaft ins Auenland gekauft hatte und begann mit Feder und Tinte zu schreiben:

„An den Wächterbund.
Mein Name ist Sveldo und ich bin ein…“

Er dachte kurz nach. Nein, seine wahren Absichten konnte er noch nicht schildern, nicht, dass ihm das noch Ärger bereiten würde.

„…interessierter Sammler alter Fundstücke aus den Zeitaltern und bin vom Auenland aus weggereist. Da ich aufgrund dessen sehr oft einsame Ruinen des Feindes auskundschafte und bereits zahlreiche finstere Verließe durchsucht habe, bin ich zum Entschluss gekommen, mich diesem Bund anschließen zu wollen, da meine Reisen immer gefährlicher werden und ich diese nicht mehr alleine bewältigen kann. Ich könnte gut als Kundschafter dienen, weil ich mich gut am Feind vorbeischleichen kann, wenn ich meine schwere Rüstung ablege…“

Nein, das war zu viel, schwere Rüstung, guter Kundschafter, das glaubten die ihm doch nie. Aber andererseits…das Papier war teuer gewesen, das konnte er jetzt nicht einfach wegwerfen.

„…, die ich natürlich nicht zu oft trage und nur, wenn ich weiß, dass ein schwieriger Kampf bevorsteht. Ich möchte den Wächterbund unterstützen, Ihr sollt über meine Fähigkeiten verfügen und ich bekomme dafür den ein oder anderen kleinen Stein für meine Sammlung. Ich freue mich auf Eure Antwort!
Sveldo“

Er rollte das Papier zusammen, packte seine Sachen und verließ das Zimmer. Das wäre perfekt. Er hätte Gefährten für seine schwierige Mission und die hätten einen guten Kämpfer mehr in ihren Reihen. Sveldo wusste, dass er seine Tarnung eines Tages auffliegen lassen musste, aber vorerst sollte es bei dieser Identität bleiben, solange er nicht wusste, ob er dem Wächterbund trauen könnte.

Er lief die Stufen hinunter, mit dem Papier in der Hand und blickte sich im leeren Schankraum des Tänzelnden Ponys um. Keine Menschenseele da, nur Gerstenmann Butterblume hinter seinem Tresen mit einem Lappen über der Schulter.

„Guten Morgen, Herr Hobbit!“, sagte er und grinste ihn an. „War wohl ein sehr…feuchtfröhlicher Abend gestern, was?“
„Ja ja“, sagte Sveldo mit verärgerter Stimme.
„Sagt, Gerstenmann. Ist diese Person noch da, mit der ich gestern sehr lange gesprochen habe?!“
Der Wirt blickte nachdenklich in die Leere des Schankraumes hinein.
„Nein, glaube nicht, Herr Hobbit…aber ich glaube ich sehe diese Person öfter hier. Diejenige, mit der ihr euch noch unterhalten habt, als ihr nüchterner wart, nicht!?“
„Genau die“, sagte Sveldo und fragte sich, wieso Butterblume so sehr auf seinem Rausch gestern rumreiten musste.
„Sagt, könntet Ihr eventuell diese Botschaft übergeben?“

Sveldo reichte ihm das zusammengerollte Papier.

„Selbstverständlich mache ich das, Herr Hobbit. Das Trinkgeld gestern war fürstlich, da bin ich für einen kleinen Gefallen gerne bereit.“
„Mist, auch noch zu viel gezahlt“, dachte sich Sveldo und ärgerte sich über sich selbst.
„Nun gut, dann übergebt diesen Brief einfach. Sagt, dass ich in ein paar Tagen zurück sein werde und dass ich mich über ein Antwortschreiben freuen würde!“
Gerstenmann Butterblume nickte und Sveldo verabschiedete sich. Er öffnete die Türe, die Sonne blendete ihn und der Trubel Brees verstärkte nur noch seine Kopfschmerzen, doch er musste los, er hatte eine Mission zu erfüllen.
„Dann geht es also doch weiter…“, seufzte er, rückte sich seine Grenzerkappe zurecht und wanderte zu weiteren Abenteuern aus.
-------------------------------------------------------------------------------

OOC: So, ich hoffe die Geschichte ist nicht zu abgespaced! :)
Mein Name ist Matthias, ich bin 24 Jahre alt und studiere derzeit Lehramt Deutsch/Geschichte/Wirtschaft im 6. Fachsemester in Passau.

Ich habe bereits eine Suchanfrage im Sippenforum von Belegaer gestellt und anschließend einen netten Brief ingame zugesendet bekommen (herzlichen Dank dafür!) und mich dazu entschieden, mich bei euch zu bewerben, da ich schon länger auf der Suche nach Leuten bin, die gerne zusammenspielen und auch mal das eine oder andere Verließ besuchen, dabei aber keine Zwänge oder Verpflichtungen haben. (Also ich habe bereits von den Abgaben gelesen, das ist absolut ok, ich bin auch allgemein ein hilfsbereiter Spieler, also wenn jemand unbedingt Gold oder Handwerksutensilien braucht, da kann ich gerne aushelfen! ;) )
Ich spiele ungefähr seit zwei Jahren Herr der Ringe Online (mit einer größeren Pause dazwischen), bin aber bisher noch nicht über die Grenzen des Hauptspiels hinausgekommen. Mein Hauptcharakter, der Hobbitwächter Sveldo ist derzeit Level 48 (fast 49), mein Zweitchar, der Zwerg Balboin auf Stufe 26, weiters spiele ich immer wieder auch meinen Hobbitbarden, der sich derzeit auf Stufe 14 befindet.

Ansonsten gibt es noch zu sagen, dass ich hobbymäßig Let’s Player auf Youtube bin und mit Sveldo natürlich auch Herr der Ringe Online als Hauptprojekt spiele, einfach weil man auch extrem viel erzählen kann dabei und es auch richtig Spaß macht. Insgesamt habe ich ca. 200 Parts bereits hochgeladen und eigentlich alle der bisher 48 Level auch im Let’s Play behandelt. (wobei man dazusagen muss, dass ich bis Stufe 26 mit einem Elbenjäger gespielt habe)
Ich würde mich sehr freuen, wenn die Bewerbung meines Hobbyarchäologen, bzw. Grenzers angenommen wird! ;)

Liebe Grüße,
Matthias
Benutzeravatar
Sveldo
 
Beiträge: 1
Registriert: 05.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Die Leiden des jungen Sveldo, oder: ein verkaterter Morgen

Beitragvon Maewa » 9. Mai 2013, 20:30

Wie jeden Abend nach ihrer Arbeit betrat Maewa die Taverne und ging an den Tresen. Ein paar Worte mit Butterblume, ein warmer Tee und wenn es gut lief, von einem Musikanten einige schöne Klänge. Dies alles reichte ihr um von einem anstrengenden Trainigstag, ein wenig Abstand zu gewinnen. Der Gerstenmann, nickte ihr schon wissend zu und brühte einen Tee auf. Als er ihr den dampfenden Becher auf den Tresen stellte schob er ihr einen Bief hinzu. "Hier, den hat der Halbling für dich da gelassen. Soll ihn dir geben."
Sie nahm den Brief in beide Hände und entrollte ihn. "Ach, von dem Hobbit gestern Abend, mit dem gewaltigen Rucksack." Sie schmunzelte bei der Erinnerung an den Abend zuvor.
"Der Arme muß heute Morgen, einen ziemlich dicken Kopf gehabt haben.
Ich werde ihm gleich morgen ein Antwortscheiben schicken."
Sie seufzte, steckte den Brief ein und nahm einen vorsichtigen, genießerischen Schluck von ihrem Tee. "








~ooc~ Hallöchen Matthias, schön das du dich für uns entschieden hast, ich freu mich deine Bewerbung zu lesen. Deinen Char habe ich in meiner FL und melde mich bei dir sobalt ich dich online erwische.
Liebe Grüße, Verena (Maewa) :mädchen:
JegrößerderDachschaden,
destobesserderBlickindieSterne!
Benutzeravatar
Maewa
 
Beiträge: 476
Registriert: 06.2011
Wohnort: Bittfalt, Hochstraße.1 und Gartenweg.4 Breesiedlung
Geschlecht: weiblich

Re: Die Leiden des jungen Sveldo, oder: ein verkaterter Morgen

Beitragvon Esthrawyn » 10. Mai 2013, 08:06

Nach einer langen Nacht draussen, erreicht sie den Platz vorm Tänzelnden Pony. Dem Stalljungen übergibt sie den müden Calapeus, stellt den Kragen hoch, einen düsteren Blick auf ihr Gesicht ein und schreitet in Richtung der Taverne. Was die Augen dieser Schurkin alles wahrnehmen, ist keinem bewust, sie hat aber garantiert mehr mitbekommen, als alle denken.
Ein Halbling huscht über den Platz und sie wittert förmlich eine gewisse Unaufrichtigkeit. Die Augen verkleinern sich etwas und unbemerkt schaut sie dem Hobbit nach. Dann erhebt sich eine Augenbraue, denn genauso sicher ist sie, dass dieser Halbling guten Herzens ist.
Solche Leute brauchen wir, murmelt sie leise und geht weiter ihren Weg, rauf ins Pony.

OOC
Willkommen beim Wächterbund, Sveldo, bzw, Matthias!
Tolle Geschichte... Macht mich ganz neugierig ;)
Es grüsst

Bild

aber auch bekannt als:
Nererau - Nahirwen - Lyncis - Edhelsin - Tulipu
Muzshakgash - Heulsuse
Benutzeravatar
Esthrawyn
 
Beiträge: 179
Registriert: 03.2013
Geschlecht: weiblich


Zurück zu "Bewerbungen bitte hier!"


 
cron